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Caritas gegen generelles Bettelverbot - 04.03.10
Gegen ein generelles Bettelverbot spricht sich Caritasdirektor Michael Landau anlässlich der Debatte um die geplante Novelle des Wiener Landessicherheitsgesetzes aus. "Betteln ist die sichtbarste Form der Armut," so Landau. "Ein generelles Bettelverbot löst keine Probleme. Es gilt die Armut zu bekämpfen, nicht die Armen."
Landau verweist auf derzeitige gesetzliche Bestimmungen, wonach aggressives Betteln oder das Betteln mit Kindern auch heute schon strafbar sind. Es geht nicht darum, jedes Verhalten im Zusammenhang mit Bettelei zu tolerieren, aber die Frage ist zu stellen, ob nicht die vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen völlig ausreichend sind, so der Caritasdirektor.
Armut und Obdachlosigkeit sind auch in Österreich ein Stück Realität, betroffene Menschen wegzuweisen, kann keine Lösung sein. "Bettelnde Menschen sind ein Stachel im Fleisch der Wohlstandsgesellschaft. Aber sie aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit zu vertreiben wird nicht helfen. Ohne die Bereitschaft hinzusehen, wird es keine sinnvolle Armutsbekämpfung geben können," so Landau abschließend.
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