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Caritas eröffnet Café Salon INIGO - 28.06.13

Langzeitarbeitslosenprojekt Restaurant INIGO bekommt zweiten Standort: Im ältesten Seniorenhaus Österreichs in der Schönbrunner Straße öffnet ein Café für die breite Öffentlichkeit

Am 27. Juni eröffnet das Restaurant INIGO - Wiens ältestes Projekt für langzeitarbeitslose Menschen im Gastronomiebereich - ein Café in der Schönbrunner Straße in der Nähe von Schloss Schönbrunn. An dem neuen Standort wird auch für die BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des Caritas Senioren- und Pflegehauses Schönbrunn gekocht. Außerdem ist hier das INIGO Catering Service angesiedelt. 14 langzeitarbeitslose Menschen sollen hier einen Arbeitsplatz finden und mit fachlicher Arbeitsanleitung qualifiziert, sozialarbeiterisch betreut sowie bei der Jobsuche intensiv unterstützt werden. "Was das neue Café so besonders macht, ist der Umstand, dass es nicht nur ein gastronomischer Betrieb ist, sondern zugleich auch ein Ort, wo ehemals langzeiterwerbslose Menschen die Chance erhalten, zu zeigen, was in ihnen steckt", so Trixi Pech von der Caritas der Erzdiözese Wien, die das INIGO leitet.

Wo einst die Offizierswitwen wohnten
Das neue Kaffeehaus befindet sich im selben Gebäude wie das Caritas Senioren- und Pflegehaus Schönbrunn, Österreichs erstes Seniorenhaus. Es ist das älteste als Pflegeeinrichtung konzipierte Haus in Österreich, das noch in Betrieb ist. Es wurde 1883 hauptsächlich für Erzieherinnen, Lehrerinnen und Offizierswitwen als "Wiener Frauenheim" gegründet und immer von einem weiblichen Mitglied des Kaiserhauses unterstützt.

Heute steht das Café allen Gästen offen - es können hier sowohl BewohnerInnen des Hauses und deren BesucherInnen als auch SpaziergängerInnen im nahen Schlosspark ihre Melange im traditionsreichen Salon oder im schattigen Gastgarten im Grünen genießen. Serviert werden auch kleine Speisen und Süßes. Die Räume können auch für Veranstaltungen gemietet werden. Ein Catering-Service rundet das Angebot ab.

Wieder fit für den Job
Seit 1992 bietet das INIGO in der Bäckerstraße im ersten Bezirk nicht nur Schnitzel und Curry, sondern auch Jobs für langzeitarbeitslose Menschen. Über 900 Personen wurden seither in diesem sozialökonomischen Projekt der Caritas befristet beschäftigt. Im Restaurant sowie im Café finden langzeitarbeitslose Frauen und Männer Hilfestellung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. In einem sechsmonatigen Dienstverhältnis wird nicht nur Arbeitspraxis in den Bereichen Service, Küche, Catering und Reinigung vermittelt, sondern auch Jobcoaching und Unterstützung durch SozialarbeiterInnen bei unterschiedlichen Problemen angeboten. Außerdem erhalten die TeilnehmerInnen Hilfe bei der konkreten Arbeitssuche. Ziel ist die Vermittlung in fixe Dienstverhältnisse oder längerfristige Qualifizierungen.

1.000 langzeitarbeitslose Frauen und Männer in Beschäftigungsprojekten
Seit über 20 Jahren engagiert sich die Caritas der Erzdiözese Wien im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik für langzeiterwerbslose Frauen und Männer. Das Angebot umfasste 2012 acht verschiedene Projekte mit insgesamt rund 340 fixe Arbeitsplätzen für Menschen, die nicht die besten Karten am Arbeitsmarkt haben. Insgesamt waren 1.000 langzeitarbeitslose Frauen und Männer in Beschäftigungsprojekten tätig.

Das INIGO wird vom Arbeitsmarktservice Wien unterstützt.

www.inigo.at

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