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Kälteeinbruch: Niemand darf auf der Straße erfrieren! - 05.01.10

Caritas bittet um Spenden für Gruft-Winterpaket

Die SozialarbeiterInnen der Caritas-Einrichtung "Gruft" sind alarmiert: Mit Temperaturen von minus 10 Grad, Wind und Schnee ist der Winter in Österreich zurückgekehrt - für Obdachlose lebensgefährliche Bedingungen. Im Caritas-Betreuungszentrum Gruft finden obdachlose Menschen in Frostnächten einen lebensrettenden Zufluchtsort. Essen, schlafen, duschen, Kleidung, einen Platz zum Aufwärmen und Zuwendung - all das bietet die Gruft 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. "Bis zu 120 Menschen schlafen im Winter pro Nacht im
Raum unter der Barnabitenkirche. Jeden zweiten Schlafplatz müssen wir durch Spenden finanzieren. Um den 24-Stunden-Betrieb der Gruft aufrecht erhalten zu können, sind wir auch im neuen Jahr auf Spenden angewiesen", so Werner Binnenstein-Bachstein, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

   Seit über 20 Jahren steht die Gruft Menschen in Not offen und ist mittlerweile Wiens wohl bekannteste Einrichtung für Obdachlose. "Es kann uns nicht kalt lassen, wenn andere, um nicht zu erfrieren, Unterschlupf in der Gruft suchen", erinnert Binnenstein-Bachstein an die aktuelle Spendenkampagne "Gruft-Winterpaket." Mit rund 50 Euro kann jetzt ganz konkret und direkt geholfen werden: für einen schneefesten Schlafsack und ein warmes Essen für einen Menschen auf der Straße. "Jede Spende wärmt und schon kleine Spenden können einen großen Unterschied machen und das Leben für einen obdachlosen Menschen etwas erträglicher machen."

Dreimal pro Woche besuchen die StreetworkerInnen der Gruft in der Nacht Plätze in Wien, wo Obdachlose trotz Kälte im Freien übernachten. So versuchen sie mit Betroffenen, die die Gruft oder andere Einrichtungen nicht aufsuchen, Kontakt aufzunehmen und ihr Vertrauen zu gewinnen. "Wir verteilen winterfeste Schlafsäcke und versuchen die Betroffenen dazu zu bewegen, ein Quartier für die Nacht aufzusuchen", berichtet Susanne Peter, leitende Sozialarbeiterin der "Gruft". "Eines sollte jedem klar sein: Niemand schläft freiwillig auf der Straße. Aus verschiedensten Gründen, häufig wegen psychischer Erkrankungen, sind Obdachlose oft nicht in Lage, vorhandene Angebote anzunehmen oder sich ausreichend gegen die Kälte zu schützen," erzählt Peter. Gerade jetzt kann es für diese Menschen zur Überlebensfrage werden, ob sie einen Schlafsack besitzen.

Caritas Spendenkonto
RZB 40 40 50 050
BLZ 31000
Kennwort: "Gruft Winterpaket"

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