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Caritas: "Vorwürfe sind umgehend zu prüfen" - 30.07.2013

Caritas ob der nun bekannt gewordenen Schlepper-Vorwürfe schockiert. Schwertner: "Große Sorge, dass jetzt einzelne schwarze Schafe allen Flüchtlingen schaden."

In einer ersten Reaktion zeigt sich die Caritas schockiert angesichts der Vorwürfe, die nun seitens des Bundeskriminalamts gegenüber drei Bewohnern des Servitenklosters erhoben werden. Demnach werden drei Bewohner der Schlepperei verdächtigt. "Die Vorwürfe der Behörde sind auch für die Caritas neu", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien. " Wir haben jedes Interesse an einer raschen und vollständigen Aufklärung und sichern den Behörden volle Kooperation zu." Und so Schwertner weiter:  "Wir sind extrem verärgert, falls die Caritas hier von Einzelnen ausgenutzt wurde. Denn klar ist: Wenn mit der Not von Menschen Geschäft gemacht wird, ist das völlig inakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen. Sollten wir hier tatsächlich von Einzelnen hintergangen worden sein, darf uns das als Caritas trotzdem nicht unaufmerksam machen für die Not der Menschen, die sich in einer schwierigen und verzweifelten Situation nach einer Flucht an uns wenden."

Die Caritas wird sich auch weiterhin für Menschen in Not unabhängig von Religion, Herkunft und sozialer Stellung engagieren. "Das gilt selbstverständlich auch für jene Flüchtlinge, die noch immer im Servitenkloster wohnen und die sich zum Teil noch immer in laufenden Asylverfahren befinden", so Schwertner abschließend.

Österreichweit betreut die Caritas mehrere tausend AsylwerberInnen, allein in Wien sind es 700 Menschen, die in Häusern der Caritas wohnen. Seit Anfang März diesen Jahres dient das ehemalige Servitenkloster als Grundversorgungshaus für jene Asylwerber, die diesen Winter in der Votivkirche betreut wurden. Nach der Festnahme und Abschiebung von acht Bewohnern am Wochenende, waren zuletzt 39 Personen im Kloster gemeldet -  17 von ihnen befinden sich noch immer im laufenden Asylverfahren.

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