Athanazé ist 39 Jahre alt. Während des Bürgerkriegs in Ruanda hat sie ihren Mann verloren und sich mit HIV infiziert. Wie viele andere wurde sie deswegen von ihrem Dorf und ihrer Familie verstoßen. Sie muss nun ihre zwei Kinder Yvonne und Yvette alleine aufziehen.
Rat und Hilfe fand Athanazé in dieser dramatischen Situation bei einem Caritas- Mitarbeiter. Für die Frau war es wie ein Wunder, dass da plötzlich jemand war, der sie unterstützte und ihr half, eine Existenzgrundlage aufzubauen. Heute betreibt die 39-Jährige ein kleines Restaurant namens ‚Indamirabagenzi’. Übersetzt heißt das "Unterstützung der Reisenden".
Von einem jahrelangen Bürgerkrieg zerstört, ist Ruanda eines der ärmsten Länder Afrikas. Die Anzahl der HIV-infizierten Menschen wächst stetig. Von der eigenen Familie verstoßen, verachtet und vereinsamt sind diese Frauen und Männer am schlimmsten von der Armut betroffen. Oft haben sie nicht einmal das Nötigste zum Überleben geschweige denn einen Zugang zu medizinischer und psychologischer Behandlung oder Medikamenten. mehr
