Mihali ist sechs Jahre alt. Den ersten Schultag kann er kaum erwarten: "Dann gehe ich jeden Tag mit den Großen zum Unterricht". Die "Großen", das sind die älteren Kinder, die Mihali aus dem Kinder-Tageszentrum "Haus der Freundschaft" schon gut kennt. Schließlich geht er dort täglich hin, bekommt eine warme Mahlzeit, spielt und hat nach und nach Vertrauen zu den BetreuerInnen gefasst.
"Mihali war unvorstellbar schmutzig und ausgehungert", erinnert sich Sr. Anni, die Leiterin. "Wir waren ganz überrascht, was für ein süßer Junge nach dem Waschen unter all dem Schmutz hervorkam." Mihalis Eltern sind arbeitslos und krank. Sie haben den Willen zum Leben verloren und kümmern sich wenig um ihn. Er wohnt mit seiner Familie in einer kleinen, schmutzigen Wohnung ohne Heizung. Oft haben die Eltern auch nicht genug Geld für Lebensmittel.
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Hilfe für vergessene Kinder
Haus der Freundschaft
Ein Projekt der Caritas Innsbruck
Mihali fühlt sich im Tageszentrum zuhause.
© Caritas/Reuters
Im "Haus der Freundschaft" im rumänischen Satu Mare hört man die Kinder lachen und fröhlich singen, obwohl ihr Alltag gar nicht unbeschwert ist.
