Bildung ist in armen Ländern meist der einzige Weg für die Menschen, den Teufelskreis aus Armut, Arbeitslosigkeit und fehlenden Perspektiven zu unterbrechen und in eine bessere Zukunft zu starten. In Haiti, dem ärmsten Land Lateinamerikas, unterrichteten die Salesianer deshalb vor dem schrecklichen Erdbeben Mitte Jänner in Haiti hunderte Kinder. Allein im Cite de Soleil, einem Slum in Port-au-Prince, wo die Ärmsten der Armen wohnen, betrieben sie 130 Nachbarschaftsschulen. Mit dem Erdbeben sahen die Salesianer auch ihre jahrelange Aufbauarbeit in Trümmern.
Ein Stück Normalität
Die Idee hinter den Nachbarschaftsschulen ist so einfach wie bestechend: In einem einzigen Schulraum werden von einer Lehrkraft rund 60 Kinder unterrichtet, die in der nächsten Umgebung wohnen. Gemeinsam mit den Salesianern baut die Caritas nun den Schulbetrieb wieder auf. Denn der Unterricht - sei er nun in einem provisorischen Zelt oder in einem festen Haus - gibt den Kindern ein Gefühl der Normalität und hilft so mit, dass sie das Erlebte verarbeiten können. mehr
