Charlene, 19, kam aus Kenia in den Libanon, um als Hausmädchen zu arbeiten. Mit dem Geld wollte sie ihrer Familie in der Heimat ein besseres Leben ermöglichen. Doch sie wurde von ihrem Arbeitgeber ausgebeutet und misshandelt und erhielt monatelang keinen Lohn. In ihrer Verzweiflung floh sie, ohne Papiere und ohne Geld. Zuflucht fand Charlene im Frauenhaus der Caritas, nördlich von Beirut gelegen. Bis zu 100 Frauen mit ähnlichen Schicksalen finden hier ein Dach über dem Kopf, in Krisensituationen sind es oft weit mehr.
An die 200.000 ArbeitsmigrantInnen leben im Libanon, trotz der unsicheren politischen Situation. Die Frauen kommen, meist über Agenturen, aus den ärmsten Ländern Afrikas und Asiens, um hier für ihre Familien Geld zu verdienen. Im Libanon sind sie als "maids" jedoch recht- und schutzlos und oft Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Wenn sie aus dem Haus ihrer Arbeitgeber fliehen, begeben sie sich in die Illegalität, denn dieser behält die Ausweispapiere als Sicherheit ein und die Aufenthaltsgenehmigung ist an einen Arbeitsvertrag gekoppelt. mehr




