Situationsbericht

Hilfe für die Ukraine

Kinderzentrum, Ukraine

Die Situation in der Ukraine erfüllt uns alle mit großer Sorge. Das Land erlebt derzeit seine schwerste Krise seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991. Seit den Auseinandersetzungen am Kiewer Unabhängigkeitsplatz kommt das Land nicht mehr zur Ruhe. Der Bürgerkrieg im Osten des Landes fordert täglich neue Opfer, auch unter der Zivilbevölkerung.

Hunderttausende Menschen befinden sich bereits auf der Flucht. Die Zahl derer, die aus den umkämpften Gebieten um Donezk und Lugansk fliehen, steigt täglich an. Viele Menschen versuchen bei Verwandten oder Bekannten in anderen Landesteilen der Ukraine unterzukommen, andere finden in staatlichen Ferienlagern bzw. Sanatorien Zuflucht oder werden in Zeltstädten untergebracht. Die Versorgungslage in den Flüchtlingslagern, wie auch in den umkämpften Landesteilen wird immer schwieriger.

Unsere lokalen Partnerorganisationen versuchen, so gut es geht, ihre Arbeit für die Menschen in Not aufrecht zu halten. Doch täglich wird geschossen, teilweise mit schwerem Geschütz, Häuser werden zerbombt, die technische Infrastruktur ist stark in Mitleidenschaft gezogen: In vielen Städten gibt es nur noch stundenweise Wasser und Strom, in manchen Städten nicht einmal mehr das.

Täglich telefonieren wir mit unseren Mitarbeitern vor Ort und hören Berichte voller Verunsicherung und Angst. In einer Betreuungseinrichtung für Binnenflüchtlinge in der West-Ukraine berichtet eine Frau von ihrer Flucht aus dem Osten: "Seit Monaten kann ich nicht mehr richtig schlafen und essen. Ständig wurden wir in der Nacht von Schüssen geweckt. Wir haben die meiste Zeit im Keller verbracht. Zuerst bin ich zu Freunden ins Dorf geflohen, aber auch dort kam es verstärkt zu Beschuss. Als es die Möglichkeit gab mit einem Bus zu flüchten, packte ich meine Koffer. Um meine Verwandten, die in Lugansk bleiben mussten, mache ich mir große Sorgen."

Seit über 20 Jahren ist die Caritas in der Ukraine aktiv und kümmert sich dank Spenden aus Österreich vor allem um notleidende Kinder, verarmte Familien und pflegebedürftige alte Menschen. Derzeit können unsere 40 Projekte noch weiter geführt werden. Neue Aufgaben sind dazu gekommen. "Wir arbeiten derzeit fast rund um die Uhr, um die Menschen, die aus den umkämpften Gebieten geflohen sind, mit dem Nötigsten zu versorgen." erzählen Caritasmitarbeiter.

Seit Ausbruch der Krise unterstützt die Caritas gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen über Nothilfeprojekte bereits mehr als 5.000 Menschen: Sie werden mit Wasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung und Medikamenten versorgt. Darüberhinaus werden traumatisierte Menschen psychologisch betreut. Auch rechtliche Beratung ist nötig und Notunterkünfte werden organisiert. (August 2014)

Situation von Binnenflüchtlingen in der Ukraine
Aktuelle Herausforderung für unsere Partnerorganisationen in der Ukraine ist die Arbeit mit Binnenflüchtlingen (IDPs - Internally Displaced Persons) bzw. Vertriebenen aus der Ost-Ukraine und von der Halbinsel Krim. Angaben eines OCHA-Berichts vom 1. August 2014 zufolge sind bereits ca. 163.000 Menschen nach Russland und knapp 112.000 in andere Landesteile der Ukraine geflohen.

Rainer Zeitlinger, Projektleiter der Auslandshilfe berichtet über einen Besuch im Nordosten der Ukraine im Juni 2014: Situation der Binnenflüchtlinge

Fragen & Antworten zum Engagement der Caritas

Unsere Projekte (Auswahl) in der Ukranie

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BIC: GIBAATWWXXX, Kennwort: Ukraine

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