Grundlagen
Nach welchen Grundsätzen arbeiten wir?
"Jeder Mensch hat Kompetenzen, Vorlieben und Bedürfnisse. Wir orientieren uns an den Fähigkeiten und nicht an den Defiziten der Menschen..."
Leitbild der Behinderteneinrichtungen der Caritas der Erzdiözese Wien zum als PDF herunterladen:
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Zur UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung
Die Umsetzung der Forderungen der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung stellt nicht nur für die Politik sondern auch für Organisationen der "traditionellen Behindertenarbeit" eine besondere Herausforderung dar.
Die Caritas der Erzdiözese Wien bietet seit den 1960er Jahren Wohn- und Werkstattplätze für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Behinderung ab dem fünften Lebensjahr an. Die Strukturen sind über die Jahre gewachsen und an die rechtlichen Rahmenbedingungen der Bundesländer Wien und Niederösterreich angepasst.
Unsere gemeinsame Reise in die Zukunft
2009 haben wir begonnen, uns intensiv mit den Forderungen nach Inklusion, Mitbestimmung und Barriereabbau gemäß der Konvention zu befassen und diese Forderungen in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang, dass wir in alle Aktivitäten des Bereiches Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Behinderung umfänglich einbeziehen. Wesentlich dafür erscheint uns eine Änderung der Formate der Veranstaltungen sowie eine intensive Bildungsoffensive für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Am 3. Dezember 2010 veranstalteten wir im Landhaus Niederösterreich eine Tagung zum Thema "Leben wie andere auch". Forderungen der UN Konvention wurden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, Menschen mit und ohne Behinderung hielten Vorträge und Workshops. Voraussetzung war eine aktive Teilnahme aller Personengruppen, v.a. auch von Menschen mit Lernschwierigkeiten zu erreichen. Über 200 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Forderungen wurden aufgestellt, die wir an die Landespolitikerinnen und -politiker herantragen konnten. Ein Gespräch mit der zuständigen Landesrätin für Soziales zu Fragen der Konvention gemeinsam mit Interessenvertreterinnen und -vertretern der Menschen mit Lernschwierigkeiten ist versprochen.
Am 5. Mai 2011 gab es eine "gemeinsame Fahrt in die Zukunft". Im Rahmen einer gemeinsamen Zugfahrt mit abschließendem Fest in einem Zirkuszelt wurden wiederum Forderungen aus der Konvention konkretisiert. Menschen mit Lernschwierigkeiten erarbeiteten in einer dreimonatigen Vorbereitungsphase die Inhalte des Tages. Gemeinsam mit dem Theater Hausruck und in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Franzobel wurde der Tag gestaltet. 120 Betreuerinnen und Betreuer und 80 Menschen mit Lernschwierigkeiten aus den Einrichtungen der Caritas Wien nahmen an dieser Reise teil. Auf kreative Weise wurde zu den Themen
- Behindert ist wer behindert wird (Behinderung ist wesentlich eine soziale Zuschreibung, Barrieren behindern)
- Ich bin dabei (Forderung nach Partizipation und Inklusion)
- Das steht mir zu (Für Menschen mit Behinderung gelten dieselben Rechte wie für alle)
- Ich kann es (Menschen mit Behinderung sind in ihren Fähigkeiten zu stärken und zu ihren Zukunftswünschen ist Zutrauen zu entwickeln)
- Selbstbestimmt leben (die Lebensentwürfe können Menschen mit Behinderung selbst wählen)
- Streng geheim (Das Recht auf Privatleben, auf Sexualität, auf Partnerschaft)
gearbeitet.
Seit Juni 2011 werden diese Themen nun in Workshops vertieft. Workshops für Menschen mit Lernschwierigkeiten sollen helfen, diese Personengruppe für diese Themen vermehrt zu sensibilisieren und zu politisieren. Ziel ist eine gemeinsame Charta und einen Aktionsplan für die Umsetzung der Forderungen der Konvention zu erstellen und so dem gemeinsamen Weg in die Zukunft Richtung und Ziel zu geben.
Fachtagung 2010: Leben wie andere auch

- Die Inhalte der Tagung wurden in Gebärdensprache übersetzt und sind als Video verfügbar.
Die Caritas-Fachtagung "Leben wie andere auch" im Landhaus in St. Pölten hatte die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zum Thema. Hauptanliegen der UN-Konvention ist, dass die allgemeinen Menschenrechte ohne Diskriminierung auch für Menschen mit Behinderung gelten. Eine inklusive und barrierefreie Gesellschaft erfordert vor allem den Abbau von sozialen Barrieren: Menschen mit Behinderungen müssen selbstverständlicher Teil der Gesellschaft werden.
Die Audio-Mitschnitte der Tagung finden Sie in unserer Mediendatenbank.
Unter Medium "Audio" und Thema "Behinderung" finden Sie folgende 10 Kapitel:
Einleitung
Kap. 1 Die UN-Konvention
Kap. 2 Inklusion
Kap. 3 Selbstvertretung
Kap. 4 Vor Gott sind alle gleich
Kap. 5 Wohnen
Kap. 6 Elternschaft
Kap. 7 Unterstützung
Kap. 8 Persönl. Geld und Assistenz
Kap. 9 Forderungen und Hoffnungen
In der Mediendatenbank finden Sie auch die entsprechenden Videos in Gebärdensprache unter Medium "Video" und Thema "Behinderung".
Internationale FACHTAGUNGEN
Zwischen den Welten - Tagungsbericht 2010
Mehr Qualität - bessere Integration? - Tagungsbericht 2009
Behinderte Medizin? - Tagungsbericht 2008
Die Institution "Geistige Behinderung" aus psychotherapeutischer Sicht - Tagungsbericht 2007
Integration ist möglich! - Tagungsbericht 2006
Schizophrenie und Autonomie? - Tagungsbericht 2005
Behindert - Sexualität? - Tagungsbericht 2004
Kontakt
Grundlagenarbeit
Otto Lambauer
Albrechtskreithgasse 19-21
1160 Wien
Tel. 01 / 878 12 - 333
otto.lambauer@caritas-wien.at


