2.8. Caritas-Helfer zur Dürrekatastrophe: "Dürfen keine Zeit verlieren"

Caritas-Helfer zur Dürrekatastrophe: "Dürfen keine Zeit verlieren" - 2.8.11

Caritas-Helfer zur Dürrekatastrophe: "Dürfen keine Zeit verlieren"
Andreas Zinggl ist soeben aus Nordkenia zurückgekehrt

"Ohne rasche Hilfe steht den Menschen das Schlimmste noch bevor", sagt Andreas Zinggl. Der Caritas-Katastrophenhelfer ist soeben von seinem zweiwöchigen Einsatz in Nordkenia zurückgekommen. In der Dürreregion Marsabit, wo insgesamt etwa 180.000 Menschen leben, stehen viele Familien vor dem Nichts. Zahlreiche Viehnomaden haben fast ihre gesamten Herden verloren. "Auf den Weiden wächst kein einziger Grashalm mehr, die Warteschlangen vor den wenigen Wasserstellen werden immer länger, die Nomaden müssen mit ihren Tieren oft zwei, drei Tage warten", weiß Zinggl.

Die Menschen sind fast gänzlich abgeschnitten von der überlebenswichtigen Lebensmittelhilfe. Um sie vor dem Schicksal einer langen Wanderung als "Hungerflüchtlinge" in eines der überfüllten Lager zu bewahren, möchte die Caritas Österreich, gemeinsam mit österreichischen Spenderinnen und Spendern in den nächsten Monaten in Nordkenia über 35.000 Menschen an Ort und Stelle mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgen. 35 Euro sichern einer Familie einen Monat lang das Überleben.

 Ein Schwerpunkt der Caritas-Hilfe sind die Kinder. Zinggl erklärt, warum: "Kinder trifft der Hunger besonders stark. Unterernährung kann schnell bleibende Schäden verursachen." Allein in der Missionsstation von Maikona erhalten derzeit hunderte Kinder bis zu fünf Jahren sowie schwangere und stillende Mütter Spezialnahrung. "Sobald im September die Schule wieder anfängt, starten wir in sieben Grundschulen in den Orten Turbi, Burgabo, Forolle, Hurri Hills, Kalacha, Maikona und Bubisa eine Schulausspeisung. Rund 3100 Schulkinder werden dann täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Bis dahin hilft die Caritas den Menschen vor allem mit Lebensmittelgutscheinen und Trinkwassertransporten. Zinggl: "Wir dürfen keine Zeit verlieren."

Die Caritas bittet um Spenden für die Opfer der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika:

Caritas-Spendenkonto: PSK.7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Hungerhilfe

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Hungerhilfe Ostafrika

RBI 404.050.050/BLZ 31.000

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