8.7. Schwerste Dürre seit 60 Jahren

Schwerste Dürre seit 60 Jahren - 08.07.11

Gabriel Murwa (50) hat alle bis auf eine seiner 100 Kühe durch die Dürre verloren. Foto: Richard Wainwright/cafod

Schwerste Dürre seit 60 Jahren am Horn von Afrika: Caritas bittet um Spenden

Kein Wasser, keine Nahrungsmittel - im Grenzgebiet zwischen Kenia, Somalia und Äthiopien hat es in den vergangenen sieben Monaten keinen Niederschlag gegeben. Nur zwei Jahre nach der letzten Katastrophe stehen die Länder am Horn von Afrika vor der schwersten Dürre seit 60 Jahren. Mehr als zehn Millionen Menschen in der Region sind bereits von Hunger betroffen. Die Lage ist dramatisch. 

In einem ersten Schritt unterstützt das Caritasnetzwerk zehntausende hungernde Menschen in Somalia, Somalialand und Äthiopien mit Lebensmitteln und stellt sauberes Trinkwasser bereit. Darüber hinaus werden tausende
unterernährte Kinder mit Zusatznahrung versorgt. Die Caritas Österreich hat 50.000 Euro für die Nothilfeprogramme zur Verfügung gestellt. Das ist ein wichtiger erster Schritt, jedoch sind die hungernden Menschen dringend auf weitere Hilfe angewiesen!

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480.000 schwer unterernährte Kinder

In Somalia und in Nordkenia sind die meisten Menschen in den Dürregebieten Halbnomaden. Viele kämpfen in der kargen Halbwüste um das Überleben. Vor zwei Jahren haben die letzte Dürre und der Tod vieler Viehherden die Menschen in bittere Armut gestürzt. Nun ist der bescheidene seitdem erzielte Fortschritt erneut bedroht. Derzeit wird allein von 480.000 schwer unterernährten Kindern in den betroffenen Länder ausgegangen  - verglichen mit der Dürre 2009 ist dies ein Anstieg um 50 Prozent.

Am dramatischsten ist die Situation in Somalia, wo der seit 20 Jahren andauernde Bürgerkrieg schon mehrere hunderttausende Menschen in die
Flüchtlingslager getrieben hat. Das Überleben ist noch einmal schwieriger und härter geworden. Das ist auch im kenianischen Dadaab, wo das größte Flüchtlingslager der Welt liegt, immer stärker zu spüren. Rund 1.400 Menschen aus Somalia kommen täglich hier an, oft nach wochenlangem Fußmarsch. Viele der besonders geschwächten Kleinkinder sterben unterwegs.

Die Caritas bittet daher im Rahmen ihrer Augustsammlung dringend um Spenden.

 

 

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