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Caritas & Kirche

Die Caritas ist Teil der Kirche

Die Caritas (lateinisch für "Nächstenliebe") ist die Nothilfeorganisation der katholischen Kirche - in Österreich und der ganzen Welt.
Caritas, aus dem lateinischen "carus" - lieb, wert, geschätzt - bezeichnet die christliche aktive Nächstenliebe, den konkreten persönlichen Einsatz für andere Menschen, für Menschen in Not.

"'caritas' ist kein Monopol der Caritas", Leopold Ungar 1971.

Aus dem Leitbild der Caritas

"In Jesus Christus ist die Liebe Gottes Mensch geworden. Jesus Christus ist auch die Wurzel der Caritas. Wir glauben, dass sich Christus auch heute in besonderer Weise in den Armen und Ausgegrenzten zeigen will.

Die Caritas möchte mit ihrer Arbeit dem Beispiel Christi folgen. Denn die Caritas ist ein Teil seiner Kirche in dieser Welt. Wir wollen auch innerhalb der Kirche das Bewusstsein stärken, dass christlicher Glaube und der Einsatz für die Armen untrennbar miteinander verbunden sind.

Viele Menschen leisten außerhalb der Caritas und der Kirche Hilfe. Wir fühlen uns mit diesen Frauen und Männern, Christen und Nichtchristen, besonders verbunden. Die Caritas strebt an, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten."

"Caritas gibt es, seitdem es die Kirche gibt, und solange es die Kirche gibt, wird es eine Caritas geben. Denn solange es diese Kirche gibt, wird die Verwirklichung der Nächstenliebe Prüfstein für die Gottesliebe sein." Kardinal Franz König anlässlich des 50jährigen Bestehens der Caritas der Erzdiözese Wien 1971.

"Liebe und Gerechtigkeit lassen sich nicht gegeneinander ausspielen. Es kann nicht so sein, dass Menschen systematisch durch das soziale Netz fallen und man damit rechnet, dass sich jemand um sie kümmert. Nothilfe darf also keine Lückenbüßertätigkeit werden, die soziale Ungerechtigkeiten einzementiert." Michael Landau

Braucht die Kirche überhaupt eine Caritas?

Zweifellos - ohne Caritas wär’s schon gemütlicher in der Kirche. Und natürlich: feierlicher wäre es natürlich auch ohne die Armen, die Kranken, die Alten, die Langsamen, die, die selber schuld sind, die, die gar nicht in unser Land hätten kommen brauchen, die, die schon einen Job finden würden, wenn sie sich nur wirklich darum bemühten, ohne die, deren Erbärmlichkeit nicht den Duft der Weihrauschwaden verscheucht und den Glanz der goldenen Engerln verdunkelt.

Andererseits - die Texte, die wir in der Bibel finden, sind hoch solidarisch. Kirche lebt von Menschen, die das, was sie vom Evangelium verstanden haben, in ihrem Alltag umsetzen.

Übrigens: Wenn unsere Heilige Schrift die Buchstabenfolge "barmherzig" mehr als 50 Mal kennt, das Wort "Liebe/n" gut 250 Mal, wenn der ganze Text durchzogen ist von der Solidarität Gottes mit den Menschen, wenn wir am Ende der Zeit gefragt werden, wo wir waren, als Er arm, nackt, obdachlos, im Gefängnis war, dann kann es wohl nicht ganz falsch sein, wenn Kirche, das heißt alle Gläubigen, die Weihnachtsidee Gottes aufgreifen und Mensch werden.

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Papst Johannes Paul II

"Was nützt es, wenn der eucharistische Tisch überreich mit goldenen Kelchen bedeckt ist, während [der Arme]
Hunger leidet? Beginne damit, den Hungrigen zu sättigen, dann verziere den Altar mit dem, was übrig bleibt."

(Enzyklika Ecclesia de Eucharistia, FN 34)