Gemeinsam Wunder wirken

Caritas Haussammlung für NiederösterreicherInnen in Not

02.06.17

Mutter mit Baby

Unter dem Motto „Herzen öffnen - für Menschen in Not in Niederösterreich“ startet die Caritas die Haussammlung 2017. Rund 6.700 freiwillige HaussammlerInnen gehen bis 15. Juli von Haus zu Haus und bitten um Spenden für NiederösterreicherInnen in Not. Rund 500 Pfarren im Gebiet der Erzdiözese Wien und der Diözese St. Pölten unterstützen die Haussammlung. 

„Wir können nur unsere Herzen öffnen, ich kann nicht die Herzen der anderen öffnen“, betonte Weihbischof Anton Leichtfried beim landesweiten Start der Caritas Haussammlung in Wieselburg. „Herzen öffnen sich“, so Weihbischof Leichtfried, „wenn wir Vorbilder sind, Vertrauen schaffen, Gutes tun und mit ganzen Herzen bei einer Sache sind.“ Weihbischof Leichtfried zu den HaussammlerInnen: „Ich habe großen Respekt für ihren Einsatz. – Sie besuchen Menschen und ermöglichen ihnen, dass sie einfach und unbürokratisch helfen können.“  

Für den St. Pöltner Caritasdirektor Hannes Ziselsberger ist die Haussammlung ein besonders Zeichen gelebter Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Die Begegnung an der Wohnungstür hat auch einen großen sozialen und pastoralen Wert. „Zuhören, reden und sehen, wie es unseren Nächsten geht“, ist für Ziselsberger von großer Bedeutung. „Außer für die Sozialberatung benötigen wir vor allem Spendengelder für den Hospizdienst, die Lerncafés, die Familienberatung „Rat und Hilfe“ und die Kompetenzstelle Demenz“, sagt Caritasdirektor Hannes Ziselsberger.  

Klaus Schwertner Caritas-Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien: "Jeder Euro der Caritas Haussammlung kommt Menschen in Niederösterreich zu Gute. Menschen in unserer direkten Nachbarschaft, die vielleicht in derselben Straße oder im selben Ort wohnen. Menschen, die unter Armut zu leiden haben. Armut, die häufig unsichtbar bleibt. Oft sind es Seniorinnen und Senioren mit Mindestpension, Alleinerzieherinnen, kinderreiche Familien, Menschen mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung.“ 

Hilfe für NiederösterreicherInnen in Not

Mehr als 1,5 Millionen Menschen in Österreich sind von Armut betroffen oder laufen Gefahr, aus wirtschaftlichen Gründen sozial ausgegrenzt zu werden. Ihnen fehlt das Geld für das Nötigste, wie Heizmaterial, Kleidung oder Reparaturen. „Die Menschen kommen in unsere Beratungsstellen und wissen nicht, wie sie den Alltag bewältigen sollen. Hier geht es um den existenziellen Lebensbedarf: Die Menschen suchen Hilfe, weil sie ihre Mieten oder Energierechnungen nicht mehr begleichen können oder weil der Kühlschrank leer ist“, betont Schwertner. 

Das Engagement der SammlerInnen bei der Haussammlung ermöglicht der Caritas, zahlreichen Menschen in Niederösterreich zu helfen. Die Unterstützung reicht von psychosozialer Beratung über finanzielle Überbrückungshilfen, bis hin zu Projekten für langzeitarbeitslose Menschen, Beratungs- und Therapiestunden in den Familienzentren, Betreuung für alte und pflegebedürftige Menschen, Beschäftigungstherapie für Menschen mit Behinderung oder für Hospizarbeit am Ende des Lebens. 

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