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Handy-Lüge: Poster half in Wohnhaus für Geflüchtete mit

05.03.18

Ein Poster behauptete, die Caritas verschenke Handys an Flüchtlinge. Die Caritas hat erfolgreich geklagt. Jetzt half der Mann einen Tag in einem Wohnhaus für Flüchtlinge mit.

Der Vorwurf, die Caritas würde Flüchtlingen gratis i-Phones oder andere Handys zur Verfügung stellen, taucht seit zwei Jahren immer wieder im Internet auf: In den Foren großer Tageszeitungen, aber auch auf den Facebookseiten namhafter PolitikerInnen. Der Vorwurf wird teilweise offensichtlich ganz bewusst gestreut, um Stimmung gegen geflüchtete Menschen zu machen, um Neid und Hass zu schüren und um die Arbeit der Caritas zu diskreditieren. Die Caritas, aber auch Unternehmen wie Hartlauer oder T-Mobile, haben immer wieder betont, dass keine Smartphones an Asylwerber verschenkt und dass auch keine Kosten für Handys von Hilfsorganisationen übernommen werden.

Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien: „Eine Lüge wird auch durch hundertfaches Posten in Online-Foren und durch Teilen auf Facebook nicht wahrer.“ Nachdem die Handy-Lüge aber weiterhin im Netz kursiert, hat man sich bei der Caritas dazu entschlossen, in einzelnen Fällen auch rechtlich gegen diese Behauptungen vorzugehen. Schwertner: „Diese Klage war notwendig und wir können heute sagen: Sie war auch erfolgreich. Ein Herr, der diese Behauptung im Online-Forum einer größeren österreichischen Tageszeitung gepostet hat, wird nun einen Tag lang ehrenamtlich in einem unserer Flüchtlingshäuser mitarbeiten. Ganz einfach, weil wir glauben, dass Vorurteile am besten durch Begegnung abgebaut werden können.“ 

Der Kurier hat den Poster in einem Caritas Flüchtlingshaus begleitet.

In dem Quartier trifft er auf unter anderem auf Familien aus dem Irak. Im Gespräch erkennt er, dass sie sich selbst versorgen. "Ich hab’ geglaubt, die leben wie im Hotel, haben ‚All inclusive’ wie in Hurghada." Heute weiß er, dass er "einer falschen Information aufgesessen" ist. "Bei mir hat das Hirn ausgesetzt." 

Gesamter Artikel im Kurier: Handy-Lüge: „Bei mir hat das Hirn ausgesetzt“

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