"Ich hab' mein Zuhause verlassen, weil ich hoffte, woanders Menschlichkeit zu finden.

Ich habe das Meer überquert mit einem Boot. Das Boot war sehr klein, viele waren krank, manche sind gestorben. Ich bin zu Fuß nach Mazedonien, tagelang, ich hatte kein Essen. Dann bin ich nach Serbien. Leider konnte ich in keinem Hotel übernachten, weil ich ein Illegaler bin. 

In Ungarn wurde ich ins Gefängnis gesteckt. Ich kann nicht beschreiben, was dort passiert ist. 

Jetzt bin ich in Österreich. Ich schlafe seit zehn Tagen auf dem Boden im Lager Traiskirchen. Andere schlafen aber schon seit eineinhalb Monaten hier auf dem Boden."

 

Hussein, 34, aus dem Irak geflüchtet, derzeit in Traiskirchen.