Moldawische Mädchen

Prävention von Migration und Frauenhandel - Republik Moldau

Mädchen beim Nähen

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in der Republik Moldau verlassen viele Menschen im erwerbsfähigen Alter das Land, um durch Arbeit im Ausland das Überleben ihrer Familien zu sichern. 

Schwer betroffen von den schwierigen Lebensbedingungen in der Republik Moldau sind die Kinder, insbesondere Mädchen. Manche von ihnen wurden von ihren im Ausland arbeitenden Eltern allein gelassen, viele erfahren in ihren Familien Gewalt, andere kommen aus Familien mit Alkoholmissbrauch. Nahezu alle leben unter äußerst prekären wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen. Aufgrund mangelhafter staatlicher Strukturen und fehlender Unterstützung durch das Elternhaus wachsen diese Mädchen ohne positive Rollenvorbilder und berufliche Perspektiven heran - all das macht sie anfällig für Versprechungen, die sie mit unseriösen Jobangeboten ins Ausland locken.

Darum haben die Caritas der Erzdiözese Wien und die Frauenorganisation "Civic Initiative" in der Republik Moldau eine Reihe von Maßnahmen ins Leben gerufen: Im Sozialen Ausbildungszentrum für Mädchen von "Civic Initiative" in Ciocana, dem ärmsten Bezirk der Hauptstadt Chisinau, werden berufsspezifische Kurse und Lebenskunde-Trainings abgehalten. 168 Mädchen aus sozial schwachen Familien im Alter zwischen 12 und 16 Jahren können hier eine mehrmonatige Grundausbildung im Bereich Informatik, Schneiderei, Handarbeiten und Kochen absolvieren. Neben medizinischer Betreuung erhalten sie auch psychologische Beratung sowie Informationen über Frauen- und Menschenrechte, Gewaltprävention und die Gefahren der Arbeitsmigration ins Ausland.

Hilfe für Mädchen in der Republik Moldau. Jetzt spenden!