Mit Kleintraktoren gegen Hunger - Südsudan

Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben im Südsudan zu einer katastrophalen Ernährungssituation geführt. Hoffnung bringt eine Schulungsfarm. Dort lernen 1.000 Bauernfamilien, ihre Erträge zu steigern.

Im Südsudan herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Die Menschen leiden unter Konflikten und Gewalt. Zusätzlich macht ihnen die katastrophale Ernährungssituation zu schaffen.

Aufgrund der unsicheren Lage können die BewohnerInnen der betroffenen Gebiete ihre Felder nicht bestellen. Die Folgen: Hunger, Armut und immer mehr Menschen, die von Nahrungsmittelhilfe abhängig sind. 

  • „Walking Tractors“ erleichtern vor allem den Frauen die harte Arbeit auf dem Feld.

    „Walking Tractors“ erleichtern vor allem den Frauen die harte Arbeit auf dem Feld.

Eine Farm für alle

Hoffnung schöpfen die SüdsudanesInnen aus Initiativen wie dem COMPASS-Programm der Caritas. Dieses Projekt wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit kofinanziert. Herzstück des Programmes ist eine Schulungsfarm für 1.000 Bauernfamilien in Rimenze, einem kleinen Ort im Südwesten des Landes.

Auf dem Hof lernen die BäuerInnen, wie sie die Fruchtbarkeit ihrer Böden erhalten, die Pflanzen schützen und Ernteverluste vermeiden. „Die Menschen erwirtschaften so höhere Erträge“, erklärt Elias Kubayo, Projektkoordinator bei der lokalen Partnerorganisation Solidarity with South Sudan, die das Programm umsetzt. Jene Familien, die bereits Überschüsse erzielen, können  diese an die Farm verkaufen. Diese übernimmt dann das Marketing.

Auch Trainings für Ziegen- und Schweinezucht gibt es auf dem Bauernhof. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen trächtige Tiere. Die BäuerInnen versorgen dann ihre NachbarInnen mit Jungtieren und geben so etwas von dem zurück, was sie selbst bekommen haben.

 

Innovative Wege

Auf der Farm können sie auch Neues testen, z. B. die „Walking Tractors“. Die Kleintraktoren erleichtern vor allem den Frauen die harte Arbeit auf dem Feld.

Rund um Rimenze haben sich viele niedergelassen, die vor den kriegerischen Ausschreitungen geflüchtet sind. Durch das langfristig angelegte COMPASS-Programm war es möglich, die ankommenden Familien in den ersten Monaten gut zu versorgen. Das zeigt: Langfristige Programmarbeit kann auch in krisengeschüttelten Ländern viel bewirken und in humanitären Notlagen das Schlimmste verhindern.

 

Mehr über die Hilfe der Caritas im Südsudan

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Dieses Projekt ist gefördert durch die österreichische Entwicklungszusammenarbeit.