#fashion4future

Deine Hose wird ein Mangobaum


Von 12. Juli bis 5. August 2021 wurde für selten getragene und schicke Kleidungsstücke aufgerufen. Diese konnten ins carla persönlich vorbei gebracht oder per Post versendet werden. Am Aktionstag #fashion4future am 6. August im carla mittersteig wurden sie für einen guten Zweck verkauft. So hilft das gespendete T-Shirt, die Bluse oder die Hose doppelt: Nicht nur, dass sich ein*e neue Besitzer*in über das schicke Teil freut, ohne dass die Umwelt belastet wurde, der Erlös ermöglicht Frauen im Südsudan eine Zukunft ohne Hunger.
 

#fashion4future ist noch nicht vorbei:


Am 6. August war es soweit: Wow, das war ein Tag! Der große Verkaufstag war super! Ein herzliches DANKE an alle, die vorab so tolle Kleidung gespendet haben und an alle, die sich für einen Secondhand Kauf entschieden haben und mit dabei waren!

Gute Nachrichten: #fashion4future geht weiter und ist noch nicht vorbei! Es gibt noch ganz spezielle Einzelstücke im wirhelfen.shop zu kaufen. Der Erlös deines Secondhand Einkaufs kommt ebenso Frauenprojekten im Südsudan zugute.

Das war der Verkaufstag #fashion4future

Ein großes DANKE geht an alle Unterstützer*innen

Vielen Dank an alle Menschen, die die Aktion #fashion4future unterstützt haben. Der Dank geht auch an einige prominente Unterstützer*nnen, wie Kuddel und Andi von "Die Toten Hosen", Ursula Strauss, Karl Markovics, Josef Hader, Johanna Setzer, Mavi Phoenix, Thomas Brezina, Michi Buchinger, Pia Hierzegger, Isi Bornemann, Cornelius Obonya, Toni Faber, Michael Landau, Barbara Karlich, Christiane Rechenmacher, Chris Lohner uvm.

Kuddel und Andi von "Die Toten Hosen"

(c) Tereza Mundilova c/o Shotview Artists

Ursula Strauss

(c) Rafaela Pröll

Karl Markovics

(c) Reiner Riedler

Mavi Phoenix

(c) Tereza Mundilova

Josef Hader

Thomas Brezina

(c) Tom Storyteller GmbH

Michi Buchinger

Johanna Setzer

Pia Hierzegger

Isi Bornemann

(c) Dieter Bornemann

Cornelius Obonya

Toni Faber

Warum der Südsudan?


Letztes Jahr Dürre und Heuschreckenschwärme, heuer Überschwemmungen. Im Südsudan, der zudem auch unter Kriegsnachwehen und Corona leidet, bahnt sich eine Hungerskatastrophe an, die wiederum eine Folge des Klimawandels ist, für die wir alle Verantwortung tragen. Deswegen wollen wir unsere Partner*innen im Südsudan unterstützen: mit landwirtschaftlicher Weiterbildung, mit neuen Bewässerungsformen, mit Werkzeug und Saatgut. Unsere Hilfe gilt dabei besonders jungen Frauen, denn es ist unsere langjährige Erfahrung, dass eine erfolgreiche Hungerhilfe auf diese Weise am nachhaltigsten wirkt.
 

Warum Kleiderspenden?


Unser Konsumverhalten trägt wesentlich zur Klimakrise bei. Trotzdem kaufen wir – zu oft und zu viel. In Österreich werden pro Kopf jährlich rund 60 Kleidungsstücke gekauft. Im Durchschnitt kaufen wir also mehr als ein Kleidungsstück pro Woche. Jedes Jahr landen 75.000 Tonnen Kleidung im Restmüll. Vieles davon noch gut erhalten. Manches sogar ungetragen. Der Aktionstag der Caritas ist jetzt die Gelegenheit, um unser guilty pleasure in eine gute Tat umzuwandeln! (Mit Hilfe eines Etiketts kannst du deine Spende speziell diesem Zweck widmen und du kannst auch dem zukünftigen Besitzer eine Botschaft hinterlassen.)

So helfen die Kleiderspenden

  • 1 Euro kostet der Setzling für einen Mangobaum.
  • 2 Euro kosten der Setzling für Teak und das Saatgut für Mais.
  • 3 Euro kostet ein Kaffeesetzling.
  • 5 Euro kostet das notwendige Anbauwerkzeug (z.B. 1 Hacke, 1 Gießkanne, 1kg Nägel).
  • 20 Euro kostet das Saatgut zur Bewirtschaftung von ca. 2.000m2 landwirtschaftlicher Fläche (Tomaten, Okra, Mais, Zwiebel, Erbsen etc.).
  • 50 Euro kosten die Utensilien zur Herstellung von Seife, die Frauengruppen anschließend am Markt verkaufen können.
  • 100 Euro ermöglichen die Herstellung eines Bienenstocks aus lokalen Materialien.
  • 150-200 Euro finanzieren ein Fahrrad, um das Gemüse zum Verkauf auf den Markt zu bringen.
  • 800 Euro ermöglichen einer Frauengruppe den Erwerb einer Strickmaschine.

Second Hand bedeutet Nachhaltigkeit


In Österreich werden pro Kopf jährlich rund 19kg Textilien gekauft. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 320g pro Stück entspricht das jährlichen 60 Kleidungsstücken pro Österreicher*in. Im Durchschnitt kaufen wir also mehr als ein Kleidungsstück pro Woche. 75.000 Tonnen Textilien landen pro Jahr im Restmüll, 26.000 werden getrennt gesammelt – 11,2 kg bzw. 35 Kleidungsstücke werden von jedem und jeder Einzelnem im Durchschnitt also jährlich wieder entsorgt. Dabei hat jeder von uns bereits ein durchschnittliches Kleidungslager von 50 kg (156 Kleidungsstücken) zuhause angehäuft.

8.000, 150, 60, 35. Wirklich nur Zahlen? 8.000 Liter Wasser benötigt eine Jeans. Die Baumwolle für ein 200 Gramm schweres T-Shirt wurde mit 150 Gramm Pesti- und Insektiziden belastet. 60 Kleidungsstücke kauft jede*r Österreicher*in und entsorgt 35 im Durchschnitt pro Jahr.

Baumwolle ist durstig und genauso wie Wasser und Ackerland ist diese Ressource begrenzt. Plastik, das immer mehr in Kleidungsstücke verwoben wird, weil viel billiger, ist eine enorme Belastung für die Umwelt und verhindert das Recycling von Kleidung, weil Mischgewebe einfach nicht recyclebar sind. Die Textilindustrie produziert immer billiger und schneller, bis zu 24 Kollektionen pro Jahr. Ein System, das sich für niemanden mehr ausgeht. Das nachhaltigste Kleidungsstück ist jenes, das nicht produziert werden muss. 2nd Hand Shopping ist eine Möglichkeit, hier einen Beitrag für Veränderung zu leisten. Und nicht nur das: bei einem Einkauf im Carlas gibt es auch einen sozialen Mehrwert,den stets werden damit auch caritative Projekte unterstützt.


Tipps, welchen Beitrag jede*r Einzelne*r für eine Veränderung leisten kann:

  • Kaufe gebrauchte Kleidung, z. B. in unseren Carla Shops
  • Kaufe weniger Kleidung, dafür bei kleinen Fair Fashion-Labels
  • Achte auf Zertifikate (z. B. GOTS Zertifikat)
  • Organisier eine Kleidertauschparty in deinem Freundeskreis

Mehr Infos hier: https://www.global2000.at/alte-textilien