Angebote für Flüchtlinge

Flüchtlinge auf das Leben in Österreich vorbereiten – das ist das Hauptanliegen der Angebote für Flüchtlinge.

Demokratieworkshops

In vier bis sechs Unterrichtsblöcken zu je drei Stunden erfahren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge die grundlegenden Fakten über die Möglichkeiten und Grenzen der Demokratie, über das politische Leben und Partizipation in Österreich, über Gleichberechtigung in Familie und Partnerschaft und über Anti-Diskriminierung in der Arbeitswelt.

Im Fokus steht dabei die Vermittlung grundlegenden Wissens über Gesellschaft in Österreich. Darüber hinaus werden Diskussionen über Erfahrungen angeregt, die die Jugendlichen in Österreich, sowie in ihren Herkunftsländern, gesammelt haben. Im Zuge der Workshops legen wir großen Wert auf partizipative Methoden. Die Inhalte werden gemeinsam und interaktiv erarbeitet. Die Jugendlichen bereiten kurze Präsentationen vor, erlernen auf spielerische Art und Weise was es bedeutet, in einem demokratischen Land zu leben und kommunizieren mit anderen WorkshopteilnehmerInnen. Das ist auch der Grund, warum die Workshops nicht getrennt nach Sprachgruppen abgehalten werden. Den WorkshopleiterInnen stehen DolmetscherInnen zur Seite, die die Inhalte übersetzen, meist in zwei bis drei Sprachen. 

Am Ende der Workshopreihe veranstalten wir einen Ausflug. Die Destination bestimmen die TeilnehmerInnen per Wahlspiel.

 

Anti-Rassismus Workshops

Alle Menschen sind gleich. Und doch gibt es einige Menschen, die andere schlechter behandeln. Etwa, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder ein anderes Geschlecht. Diese Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist Diskriminierung. Woher aber kommt Diskriminierung und wie hängt sie mit Rassismus zusammen? Durch interaktive Rollenspiele, Gruppendiskussionen und kurze Inputs erarbeiten wir in diesem dreistündigen Workshops die Theorie hinter solchen und ähnlichen Fragestellungen. Der Fokus liegt dabei auf der Selbstreflexion von eigenen Vorurteilen und Verhaltensweisen sowie auf dem Entwickeln von Ressourcen im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung. Darüber hinaus beziehen wir Erfahrungen und etwaige „brennende Themen“ aus der Gruppe ein, um die Relevanz des Workshops für die Lebenswelt der Jugendlichen zu erhöhen. Bei Bedarf wird der Workshop mit DolmetscherInnen abgehalten, die die Inhalte konsekutiv in die Muttersprachen der Jugendlichen übersetzen. 

 

Schwimmkurse "Schwimmit"

Flüchtlinge stammen aus Regionen, in denen sie häufig nicht schwimmen lernten und/oder es nicht gewohnt waren, sich in gemischt-geschlechtlichen Bädern zu bewegen. In Österreich – mit den vielen öffentlich zugänglichen Freibädern – sind sie jetzt mit einem breiten Schwimmangebot konfrontiert. Ziel des Projekts ist es, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sicheres Schwimmen beizubringen, aber auch sie mit den hiesigen Gepflogenheiten in Bädern vertraut zu machen. Somit lernen die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge nicht nur Schwimmfähigkeiten und klassische Baderegeln für ihre unmittelbare Sicherheit, sondern sie reflektieren überdies in einem eigenen „Theorieteil“ die in den Badeanlagen implizit geltenden Verhaltensnormen und -erwartungen. 

 

Streetwork in Mödling

Für Streetwork in Mödling haben wir ein interkulturelles Team bestehend aus einer österreichischen Sozialarbeiterin und zwei afghanischen Mitarbeitern zusammengestellt, um optimal auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen zu können. Zusätzlich unterstützen zwei Kompa  MitarbeiterInnen fallweise. Das Team ist wöchentlich mittwochs, donnerstags und freitags am Nachmittag vor Ort, sowie alle zwei Wochen am Wochenende. Pro Dienst hat das Team mit zwei bis 25 Jugendlichen Kontakt. Die Themen sind bis jetzt hauptsächlich Freizeitgestaltung, zusätzlich finden Sensibilisierungsworkshops statt.