Angebote für geflüchtete Menschen

Geflüchtete Menschen auf das Leben in Österreich vorbereiten – das ist das Hauptanliegen dieser Angebote.

Kurzlehrgang KONFLIKTLOTSINNEN

Ab Herbst 2019 bietet das Caritas Projekt Kompa einen Kurzlehrgang für KonfliktlotsInnen aus Wien und NÖ an. 

Die Teilnehmenden tragen ihre erworbenen Fähigkeiten, das Wissen und die Reflexionsfähigkeit als MultiplikatorInnen durch den Peer-to-Peer Ansatz in ihre jeweiligen Communities weiter. Somit können Konflikte selbstwirksam thematisiert und bearbeitet werden. 

Jeder Lehrgang setzt sich aus einer 4-monatigen intensiven Ausbildungsphase sowie einem 5-monatigen Praxisteil zusammen. Um eine bestmögliche Ausbildung zu gewährleisten, sind maximal 15 Teilnehmende pro Durchgang vorgesehen. 

Teilnahme

Die Zielgruppe der KonfliktlotsInnenschulung sind in Wien und Niederösterreich lebende Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung.

Module der 4 monatigen, intensiven Ausbildungsphase

Modul 1: Einführung, Kennenlernen, Teambuilding

Modul 2: Grundlagen der Konfliktbearbeitung I

Modul 3: Kommunikation I 

Modul 4: Kommunikation II 

Modul 5: Grundlagen der Konfliktbearbeitung II

Modul 6: Austausch, offene Fragen, Ausblick 

Praxisteil

Der Praxisteil bietet die Möglichkeit die erworbenen Fähigkeiten und Methoden, begleitet von MitarbeiterInnen des Caritas Projekts KompaLOG,  innerhalb der eigenen Communities im Bereich der Konflikt- und Gewaltprävention anzuwenden. 
 

Ziele

  • Kompetenzen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten weitergeben
  • Bewusstsein für Konfliktvermittlung schaffen
  • Reflexionsfähigkeit schulen
  • Teilnehmende tragen ihre erworbenen Fähigkeiten als MultiplikatorInnen durch den Peer-to-Peer Ansatz in ihre jeweiligen Communities weiter 
  • Hilfe zur Selbsthilfe 
  • Selbstwirksamkeit
     

Warum will ich Konfliktlotse oder Konfliktlotsin werden?

  • Umgang mit Konflikten lernen
  • Konfliktvermittlung üben
  • Gesellschaftliches Klima verbessern
  • Vorurteile abbauen
  • Interkulturelles Wissen aneignen
  • Gute Nachbarschaft
  • Voneinander lernen

Das Angebot ist kostenfrei. 

Eine regelmäßige Teilnahme sowie B1 Sprachkenntnisse in Deutsch sind Voraussetzung.

 

Demokratieworkshops

In vier bis sechs Unterrichtsblöcken zu je drei Stunden erfahren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge die grundlegenden Fakten über die Möglichkeiten und Grenzen der Demokratie, über das politische Leben und Partizipation in Österreich, über Gleichberechtigung in Familie und Partnerschaft und über Anti-Diskriminierung in der Arbeitswelt.

Im Fokus steht dabei die Vermittlung grundlegenden Wissens über Gesellschaft in Österreich. Darüber hinaus werden Diskussionen über Erfahrungen angeregt, die die Jugendlichen in Österreich, sowie in ihren Herkunftsländern, gesammelt haben. Im Zuge der Workshops legen wir großen Wert auf partizipative Methoden. Die Inhalte werden gemeinsam und interaktiv erarbeitet. Die Jugendlichen bereiten kurze Präsentationen vor, erlernen auf spielerische Art und Weise was es bedeutet, in einem demokratischen Land zu leben und kommunizieren mit anderen WorkshopteilnehmerInnen. Das ist auch der Grund, warum die Workshops nicht getrennt nach Sprachgruppen abgehalten werden. Den WorkshopleiterInnen stehen DolmetscherInnen zur Seite, die die Inhalte übersetzen, meist in zwei bis drei Sprachen. 

Am Ende der Workshopreihe veranstalten wir einen Ausflug. Die Destination bestimmen die TeilnehmerInnen per Wahlspiel.

 

Anti-Rassismus Workshop

Alle Menschen sind gleich. Und doch gibt es einige Menschen, die andere schlechter behandeln. Etwa, weil sie eine andere Hautfarbe haben oder ein anderes Geschlecht. Diese Ungleichbehandlung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist Diskriminierung. Woher aber kommt Diskriminierung und wie hängt sie mit Rassismus zusammen? Durch interaktive Rollenspiele, Gruppendiskussionen und kurze Inputs erarbeiten wir in diesem dreistündigen Workshops die Theorie hinter solchen und ähnlichen Fragestellungen. Der Fokus liegt dabei auf der Selbstreflexion von eigenen Vorurteilen und Verhaltensweisen sowie auf dem Entwickeln von Ressourcen im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung. Darüber hinaus beziehen wir Erfahrungen und etwaige „brennende Themen“ aus der Gruppe ein, um die Relevanz des Workshops für die Lebenswelt der Jugendlichen zu erhöhen. Bei Bedarf wird der Workshop mit DolmetscherInnen abgehalten, die die Inhalte konsekutiv in die Muttersprachen der Jugendlichen übersetzen. 

 

Gewältpräventions-Workshop

Diese Workshops sind für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gedacht, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Themen Respekt, Fairness, Grenzen, Emotionen und Umgang mit Konflikten auseinanderzusetzen. In drei Modulen á 3,5 Stunden werden in diesem Rahmen vertrauensvolle (Selbst-)Reflexionsräume geschaffen, die einen konstruktiven Austausch ermöglichen und sowohl die eigenen Grenzen, als auch jene der anderen spürbar und erkennbar machen. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von niederschwelligen und interaktiven Methoden auch gewaltfreie Handlungsoptionen und –alternativen erfahrbar und erlebbar und neues Wissen um die eigene Wirksamkeit zugänglich gemacht.  

Da Bewegung ein wichtiges Element ist, um Gewaltprävention erfahrbar zu machen, arbeiten wir bei diesem Workshop mit dem Verein fairplay vom VIDC zusammen.