Stephanie, Kleinbäuerin aus Burundi

Wie eine Feldherrin blickt die 51-jährige Stephanie Ndekatubane (Name geändert) über ihre Plantage. „“Das alles ist mein Land, das sind meine Felder. Von diesem großen Baum bis hinunter zum Fluss. Mein Obst und Gemüse wächst sehr gut!“, sagt sie stolz.

Stephanie ging nicht zur Schule, auch sie hatte nur ein kleines Stück Land. Vor zwei Jahren hat sie an der Schulung einer Hilfsorganisation teilgenommen und gelernt, wie sie ihren Ernteertrag steigern kann. Sie wurde Mitglied in einem Sparverein und konnte Tiere kaufen.

“Weitere Kurse habe ich dann selbst bezahlt. Heute habe ich 20 Schweine, mache eigenen Dünger und kann durch den Verkauf der Produkte meine neun Kinder zur Schule und auf die Universität schicken”, erzählt die Kleinbäuerin. “Für mich war es immer am wichtigsten, dass meine Kinder zur Schule gehen. Und dass ich weiß, wie ich mit den vorhandenen Mitteln meine Familie ernähren kann.”

Seit einigen Monaten gibt Stephanie deshalb ihr Wissen an andere Kleinbäuerinnen weiter. Und damit sie in der Trockenzeit Wasser aus dem Fluss auf die Felder pumpen kann, will sie jetzt einen Kredit für eine Motorpumpe aufnehmen. “Wir Frauen müssen uns zusammentun und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen.”

Jüngst hat Stephanie selbst ein biologisches Pflanzenschutzmittel entwickelt, das sie zusätzlich zu konventionellen Mitteln einsetzt.