Gemeinsam Wunder wirken

Caritas startet Spenden-Challenge: 45.000 Menschen in Mosambik vor dem Hunger retten

27.06.19

Klaus Schwertner und Max Fuchslueger beim Aktionstag Stimmen gegen Hunger

Die schlechte Nachricht lautet: Erstmals seit vielen Jahren nimmt der Hunger weltweit gesehen wieder zu. 821 Millionen Menschen leiden an Hunger. Jeder 10. Mensch ist betroffen. In Afrika ist jedes 3. Kind chronisch unterernährt. „In einer Welt, in der es genug Nahrung für alle gibt, geht jeder Zehnte mit leerem Magen zu Bett. Doch die gute Nachricht lautet: Das muss nicht so sein. Hunger ist kein Naturgesetz! Jede und jeder von uns kann einen Beitrag leisten, um Männern, Frauen und Kindern, die an Hunger leiden, konkret zu helfen“, betonte Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien beim Auftakt des großen Aktionstages #stimmengegenhunger auf der Mariahilfer Straße in Wien. „Mit 10 Euro können alle Wienerinnen und Wiener einen Menschen in Ländern wie Mosambik einen Monat lang satt machen. Das Ziel, das wir uns für die nächsten Tage und Wochen vorgenommen haben, ist klar: Wir wollen 45.000 Frauen, Männern und Kindern in Mosambik helfen – mit Lebensmitteln, mit Saatgut und mit Trinkwasser. Das ist ambitioniert, aber gemeinsam können wir es schaffen. Gemeinsam können wir auch im Hochsommer ein kleines Weihnachtswunder für Menschen in Not möglich machen. Hilfe>Hunger! Jede Spende hilft!“

„Fridays for Future“ bei Caritas-Aktionstag

Mit dabei beim Aktionstag war auch von Max Fuchslueger von der Bewegung „Fridays for Future“ in Wien. Denn die globale Klimakrise ist einer der Hauptgründe für den Hunger. Sie verursacht Landverlust, Nahrungsmittel- und Trinkwasserknappheit. Fuchslueger betonte beim Auftakt: „Es ist an der Zeit, die Klimakrise als Ursache für die Hungersnot in der Welt zu sehen. Und es muss jetzt etwas passieren: Wenn wir uns jetzt nicht für unseren Planeten einsetzen, werden weitere Katastrophen die Folge sein.“ Schwertner: „Hunger und Klima hängen zusammen. Und es trifft die ärmsten Länder der Welt. Jene Menschen, die die Klimakrise am wenigsten verursacht haben, leiden am meisten darunter.“ 

Hilfe>Hunger: 12-Stunden-Marathon für ein Klima gegen Hunger

Zwölf Stunden lang setzen MusikerInnen und KünstlerInnen auf der Mariahilfer Straße ihre Stimme gegen den Hunger ein. Luke Andrews, Stephan Stanzel (A Life, A Song, A Cigarette), Reinhard Nowak & Roman Gregory, Mia Nova (Russkaja), das Tuba Ensemble der mdw, Da Weana, Schlagersänger Alf, Die Mondscheinbrüder, Adama Dicko und viele weitere sind beim 12-Stunden Aktionstag #stimmengegenhunger. 

Nach dem Sturm kommt der Hunger: Tausende Kinder in Mosambik gefährdet 

Innerhalb von nur zwei Monaten wurde das südliche Afrika gleich von zwei Sturmkatastrophen heimgesucht. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende sind obdachlos. 220 Millionen Menschen leiden südlich der Sahara an akutem Hunger – das sind um 40 Millionen Menschen mehr als noch 2006. Besonders betroffen derzeit: Mosambik. Dem Land droht nach dem Sturm nun auch eine Hungersnot. Schwertner: „Besonders für Kinder ist die Situation extrem bedrohlich: Es ist zu befürchten, dass in den nächsten Monaten tausende Kinder akut an Unterernährung leiden. Hilfe ist jetzt dringend erforderlich! Wir machen mit unserem Aktionstag deutlich: Die Klimakrise und der damit verbundene Hunger lassen uns nicht kalt. Wir sind überzeugt: Es reicht. Und zwar für Alle!“

Wie die Hilfe der Caritas ankommt

Gemeinsam mit Partnerorganisationen leistet die Caritas Ernährungshilfe und arbeitet daran, Familien und Dörfer widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen der Klimakrise zu machen. Schulungen im nachhaltigen Anbau sollen die Ernährungssicherheit von Bauernfamilien erhöhen. Neben Aus- und Weiterbildung – vor allem für Frauen – ist eine sichere Wasserversorgung und der Ausbau von Infrastruktur in ländlichen Gebieten unbedingt notwendig. Mit Hilfspaketen (Öl, Getreide, Zucker, Gemüse) können wir sicherstellen, dass Bäuerinnen und Bauern genügend Kraft haben, um Äcker zu bestellen und wieder für sich selbst sorgen zu können. Insgesamt unterstützt die österreichische Caritas 50 Projekte in Afrika, um nachhaltig die Ernährungssituation von Familien zu verbessern. Das Globale Ziel der Vereinten Nationen, Hunger bis zum Jahr 2030 zu beseitigen, ist erreichbar. Die Caritas leistet dazu einen Beitrag.