Über Kompa

Das 2015 ins Leben gerufene Projekt Kompa steht für Konfliktprävention, Mediation und Partizipation. In den ersten Jahren bot Kompa sowohl für neu angekommene wie auch für bereits länger hier lebende Menschen  in Wien und Niederösterreich ein breites Spektrum an Angeboten zur Bewusstseinsbildung um Verständnis füreinander zu entwickeln, an. Mittels Konfliktprävention und durch aktive Teilhabe, sollten verschiedene Menschen zusammen gebracht und füreinander sensibilisiert werden, um so das Zusammenleben langfristig zu verbessern. Konflikte sind Teil des menschlichen Zusammenlebens, wichtig dabei ist ein respektvoller Umgang. 

Das aktuelle Angebot von Kompa heißt „KOMPActitve-Training“ – ein Peer-Training für Konfliktvermittler*innen.

Ziele sind:

  • Förderung von konstruktivem Austausch und Begegnung
  • Abbau von Ängsten und Vorurteilen
  • Stärkung demokratischer Kompetenzen
  • Informationszugewinn und Bewusstseinsbildung
  • Aufbau von Konfliktlösungskompetenz
  • Einbindung von geflüchteten Menschen und Menschen mit Migrationserfahrung/-geschichte in das gesamtgesellschaftliche Kommunalleben

Methodische und inhaltliche Schwerpunkte sind:

  • Wissenstransfer (Umgang mit Konflikten, Gewaltfreie Kommunikation, Moderation, Rhetorik, Projektentwicklung)
  • Kompetenztrainings (interkulturelle Kompetenz, Gewaltprävention, Konfliktprävention)
  • Empowerment (Umsetzung von Peer-Projekten)

Die Besonderheit bei Kompa war und ist die fallspezifische und bedürfnisorientierte Angebotserstellung. Das Projekt richtet sich jedes Jahr neu nach den Bedürfnissen im Bereich Asyl & Integration aus, und erstellt passende Angebote. Kompa versteht sich als Katalysator, der positive Veränderungsprozesse anregt, und gleichzeitig die beteiligten Personen/Institutionen in die Selbstermächtigung und Selbstverantwortung begleitet.

Seit Projektstart im Februar 2015 hat Kompa viele verschiedene Freiwilligennetzwerke, Institutionen, Gemeinden und Einzelpersonen organisatorisch und beratend begleitet. Zum Beispiel wurde die Entstehung des Freiwilligennetzwerks „Klosterneuburg Hilft“ in Niederösterreich intensiv begleitet; es wurden Fortbildungen und Workshops für Freiwillige und Geflüchtete, Beratungsgespräche und Supervisionen sowie diverse Begegnungsanlässe organisiert und durchgeführt. Gemeinsam mit dem ESSL Museum wurde ein wöchentliches offenes Atelier für Anrainer*innen und Geflüchtete gegründet, das später ins mumok (Museum Moderner Kunst Wien) gewandert ist und sich dort großer Beliebtheit erfreute. Niederschwellige Mediationen und Konfliktberatungen, sowie Sensibilisierungsarbeit fanden bereits zwei Mal im Rahmen von interkulturellem Streetwork in Niederösterreich statt.

In den Jahren 2019 sowie 2020 wurden bei KompaLOG 29 Konfliktvermittler*innen in 2 Basislehrgängen ausgebildet und begleitet. 2021 gibt es die Möglichkeit an einem Aufbaulehrgang teilzunehmen. Mehr dazu finden Sie hier.