Augustsammlung

Jeder zehnte Mensch weltweit leidet an Hunger. In einer Welt, in der es genug Nahrung für alle gibt, geht jeder Zehnte mit leerem Magen zu Bett. Jeden Tag kämpfen Millionen Frauen und Männer darum, ihren Kindern eine nahrhafte Mahlzeit zu ermöglichen. Sie tun alles Erdenkliche, um ihre Familien zu ernähren. Doch weil Menschen in den am stärksten betroffenen Ländern fast ausschließlich Mais, Maniok und Reis essen, aber viel zu wenig Obst, Gemüse und Fleisch, fehlt es den Betroffenen an essentiellen Nährstoffen. Diese Mangelernährung hat vor allem für Kinder schwerwiegende Folgen: Sie sind zu klein für ihr Alter, ihre Organe wachsen nicht, sie können sich körperlich und geistig nicht altersgemäß entwickeln. Kinder, die ständig hungern, haben keine Kraft, werden öfter krank und können in der Schule nicht lernen. Oft sind sie so stark geschwächt, dass  eine harmlose Durchfallerkrankung lebensbedrohlich wird. Diesen Kindern müssen wir jetzt helfen!

Nothilfe und nachhaltige Unterstützung

Als Caritas haben wir uns diesen Sommer das Ziel gesetzt, gemeinsam mit Ihrer Hilfe 40.000 Familien vor den Langzeitfolgen von Hunger und Unterernährung zu bewahren.

In akuten Hungerkrisen versorgen Helferinnen und Helfer die Menschen so rasch wie möglich mit Trinkwasser sowie Essen. Unterernährte Kinder und alte Menschen bekommen Zusatznahrung, damit ihre geschwächten Körper besser gegen Krankheiten gewappnet sind. Dazu werden Medikamente und Hygieneartikel verteilt und schwer unterernährte Kleinkinder in Ernährungszentren versorgt.

Die Caritas leistet aber nicht nur Nothilfe in Krisenzeiten: Wenn die Katastrophe überstanden ist, werden die Betroffenen dabei unterstützt, dass sie wieder für sich selbst sorgen können. Kleinbäuerinnen und -bauern erhalten Saatgut, Geräte und Nutztiere und werden in Anbaumethoden, zu Lagerung und Vermarktung geschult. Schulspeisungen ermöglichen Kindern die Teilnahme am Unterricht. Helferinnen und Helfer vor Ort leisten großartige Arbeit und können oft mit nur mit geringen Mitteln wirksam helfen.

Mehr Informationen zu unserer Hilfe vor Ort finden Sie hier. 

Hungertreiber Klimakrise gemeinsam stoppen

Die Klimakrise ist eine der größten Hungerursachen. Der Meeresspiegel steigt, Wüsten wachsen, Ackerflächen schrumpfen. Es gibt zu viel oder zu wenig Regen. Überflutungen, Stürme und Dürren zerstören Land, Vieh, Vorräte und Ernten.

Der Klimakrise ist menschengemacht. Das heißt auch: Wir haben die Zügel in der Hand. Wir können die Erhitzung der Erde stoppen. Die Caritas leistet Ernährungshilfe nach Klimakatastrophen, arbeitet mit den Menschen daran, Infrastruktur wiederaufzubauen und Familien und Dörfer widerstandsfähiger gegen zukünftige Schocks zu machen. Gleichzeitig werden gemeinsam Methoden entwickelt, natürliche Ressourcen zu schonen und nachhaltige Bewirtschaftung zu ermöglichen.

Die Klimakrise wird hauptsächlich von den reichen Ländern verursacht. Alles hängt zusammen: unsere Entscheidungen, welche Produkte wir kaufen, haben Auswirkungen auf andere. Wir können alle mithelfen, den weltweiten Hunger bis 2030 zu beenden. Wenn es darum geht, den Klimawandel zu stoppen, Handelsbeziehungen fair zu gestalten oder Entwicklungshilfe auszuweiten, ist jedes Land in die Pflicht zu nehmen. Eine Welt ohne Hunger darf keine Vision bleiben. Jede und jeder Einzelne kann auch durch ein bewussteres Leben einen Beitrag leisten.

Fahrplan zur Hungerkampagne

Kirchenglocken gegen Hunger

Jeder 10 Mensch weltweit leidet an Hunger. Um auf diesen stillen Skandal aufmerksam zu machen, läuten am Freitag, 26. Juli 2019, um 15 Uhr österreichweit die Kirchenglocken. Das Läuten - zur Sterbestunde Jesu – soll Aufmerksamkeit erregen, aber auch zum Engagement gegen Hunger aufrufen. Denn es liegt in unser aller Hand den weltweiten Hunger zu beenden. Das ist ein ambitioniertes Ziel, aber es ist erreichbar! Und jede und jeder einzelne kann dazu beitragen: Etwa indem man die Caritas bei ihrer Hungerkampagne unterstützt, Informationen weiterträgt, Glocken läutet oder Spenden sammelt!