Modernisiert, barrierefrei und zukunftsfähig: Caritas eröffnet neues Zuhause für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Land NÖ
Mit der feierlichen Eröffnung des umfassend sanierten Caritas-Wohnhauses in Zellerndorf setzt die Caritas gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ein starkes Zeichen für Inklusion, Barrierefreiheit und ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung.
Sozial Landesrätin Christiane Teschl Hofmeister bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch: „Mit der heutigen Eröffnung wird sichtbar, was wir gemeinsam möglich gemacht haben: ein modernes, barrierefreies Zuhause für Menschen mit Behinderung. Die Investition des Landes Niederösterreich schafft langfristig bessere Lebensqualität und ein Umfeld, in dem sich die Bewohnerinnen und Bewohner sicher und gut aufgehoben fühlen“.
Das Wohnhaus, das von der Caritas seit 1992 betrieben wird, bietet Platz für 15 Menschen mit intellektueller und/oder mehrfacher Behinderung sowie eine Tagesbetreuung für weitere zehn Personen. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem ein Lift, neue Pflegebäder, automatisierte Türen, Rampen sowie zusätzliche barrierefreie Sanitäranlagen errichtet. Mit der Sanierung wurde nun auch das letzte Doppelzimmer zu einem Einzelzimmer umgebaut, das Haus bietet nun vollständig Privatsphäre und Wohnqualität. Auch die Gemeinschaftsräume wurden vergrößert und an die Nutzung mit Rollstühlen und Pflegehilfsmitteln angepasst.
Ein besonderer Fokus lag darauf, das Wohnhaus auch für die veränderten Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner im höheren Lebensalter so zu gestalten, dass ein selbstbestimmtes Leben auch im Alter möglich bleibt. Caritasdirektor Klaus Schwertner dankte bei der Eröffnung allen Beteiligten und unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts: „Inklusion beginnt dort, wo Menschen ein Zuhause haben, das ihren Bedürfnissen entspricht. Das modernisierte Wohnhaus in Zellerndorf zeigt, was gelingen kann, wenn öffentliche Hand, Spenderinnen und Spender sowie engagierte Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. Dieses Haus ist ein starkes Zeichen dafür, dass Barrierefreiheit, Teilhabe und Lebensqualität untrennbar zusammengehören.“
Während der Umbauphase stand den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Übergangsquartier zur Verfügung. Die Finanzierung des Projekts wurde durch eine Förderung des Landes Niederösterreich von bis zu 900.000 Euro sowie durch eine Spende von „Licht ins Dunkel“ und weiteren Unterstützern ermöglicht. So wurde ein Teil der Umbauarbeiten aus Mitteln der Europäischen Union NextGenerationEU finanziert.
Die feierliche Eröffnung wurde von Musik und einem Segensgruß durch Prälat Franz Mantler begleitet. Interessenvertreter und Bewohner Jürgen Dienstbier begrüßte die anwesenden Gäste, darunter Bürgermeister Markus Baier, Landtagsabgeordneter Richard Hogl und Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss. Beim symbolischen Durchschneiden einer roten Schleife wurde das Wohnhaus offiziell seiner Bestimmung übergeben. Nach einem gemeinsamen Beisammensein und Gesprächen mit Wegbegleitern führten Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam mit Wohnhausleiterin Michaela Piskur durch die allgemeinen Räumlichkeiten und gaben persönliche Einblicke in ihr Zuhause. Interessenvertreter Jürgen Dienstbier sprach davon gleich in seiner Begrüßung: „Wir können unser schönes, neu umgebautes Wohnhaus eröffnen und feiern. Es ist unser Zuhause - ein Ort, an dem wir uns wohlfühlen können und viele schöne Momente erleben.“
