Kinder in Not

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Februarkollekte 2020

Auch in der Europäischen Union gibt es Kinder, die gar kein Zuhause haben. Etwa dann, wenn die Eltern im Ausland arbeiten. Allein in Rumänien wachsen 250.000 Kinder ohne einen oder gar ohne beide Elternteile auf. Mütter und Väter arbeiten im Ausland, weil daheim die Arbeit fehlt oder zu schlecht bezahlt wird, um davon leben zu können. Schweren Herzens lassen sie ihre Kinder bei den Großeltern, bei Tanten, Onkeln oder bei älteren Geschwistern. An Geburtstagen gratulieren die oft hunderte Kilometer entfernten Eltern ihren Kindern über Skype, das Muttertags-Gedicht wird am Telefon aufgesagt, und der Gutenachtkuss vor dem Schlafengehen über den Computerbildschirm virtuell auf die Stirn gedrückt. Am anderen Ende der Leitung bleiben die Kinder mit Wenig zurück: Wenig Geborgenheit, wenig Perspektive, wenig Hoffnung.

Die Caritas versucht, diese Kinder in Kinderzentren zu stärken, bietet ihnen eine Umgebung zum Lernen und Spielen, die oft zu Hause nicht vorhanden ist.

Halt und Hoffnung in Tageszentren

Über zwei Millionen Erwachsene in Osteuropa arbeiten außerhalb des Landes, weil es im eigenen Land zu wenig Arbeit gibt. Oft genug sind es Frauen, die als Putzfrauen im Westen arbeiten, um ihre Familien daheim irgendwie über die Runden zu bekommen. Viele Kinder bleiben bei den Großeltern zurück – oder sie landen auf der Straße.
Um den Kindern eine bessere Zukunft zu geben, ist es der Caritas in den letzten Jahren gelungen, mehrere Tageszentren zu eröffnen, wo Kinder auch wohnen können. Sie bekommen hier Essen, Kleidung, medizinische Versorgung, aber auch Hilfe bei der Ausbildung. Besonders wichtig ist es, dass alle Kinder den Schulabschluss schaffen, damit sie Arbeit finden – oder sogar selbst Arbeitsplätze schaffen können.

Eine Reise nach Moldau

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