In Gumbo wurde eine Grundschule für über 2.200 Kinder aus der lokalen Gemeinde und dem nahegelegenen Flüchtlingscamp errichtet. Neben Unterricht erhalten die Kinder täglich eine warme Mahlzeit.
Für viele Kinder ist die Schule nicht nur ein Lernort, sondern auch ein sicherer Ort inmitten von Vertreibung und Unsicherheit. Sie schenkt ihnen Struktur, Schutz und neue Hoffnung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Mädchen: Durch Sensibilisierung der Eltern, spezielle Unterstützungsprogramme und sogenannte „girls kits“ mit Hygieneartikeln wird ihnen der Schulbesuch erleichtert. Dank Solarpanels können Schülerinnen auch abends lernen. Auch die Weiterbildung der Lehrkräfte trägt dazu bei, die Unterrichtsqualität nachhaltig zu verbessern und den Kindern bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.
Die Schule setzt außerdem auf nachhaltige Landwirtschaft. Auf einer Demonstrationsfarm lernen die Schüler*innen ökologische Anbaumethoden, die langfristig die Selbstversorgung der Gemeinschaft stärken. Für Kinder unter sechs Jahren gibt es zudem einen „child-friendly space“ mit kreativen und sportlichen Angeboten. Gemeinsame Freizeit- und Sportaktivitäten fördern das friedliche Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher Herkunft.
Seit dem Bürgerkrieg im Südsudan 2013 haben viele Menschen Schutz in Gumbo gefunden. Heute leben dort rund 9.700 Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Gemeinsam mit den Salesianern unterstützt Caritas die Familien mit landwirtschaftlichen Schulungen, Saatgut und Werkzeugen, um neue Perspektiven und mehr Selbstständigkeit zu schaffen. Der Bedarf an Bildung ist enorm: Die Schule nimmt inzwischen deutlich mehr Kinder auf als ursprünglich geplant.
Angesichts von Vertreibung, Armut und Mangelernährung im Südsudan leisten Projekte wie die Schule in Gumbo einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Ernährungssicherheit und friedlichem Zusammenleben. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben und eine bessere Zukunft.