Kinder in Not

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Kinderkampagne 2019: lachen>leiden

Mit knurrendem Magen zur Schule zu gehen, im Winter mit dicken Pullovern in der ungeheizten Wohnung zu spielen oder bei Kerzenlicht die Hausaufgaben machen zu müssen – so fühlt sich Armut für Kinder an. Kinder, die oft in einfachen Hütten, ohne Wasser, Stromanschluss oder Sanitäreinrichtungen leben. Kinder, die sehr bald Geld verdienen müssen, um einen Beitrag zum Haushaltseinkommen zu leisten. Nicht selten übernehmen die Älteren den Haushalt, kochen, waschen und kümmern sich um die kleineren Geschwister. Ihre Eltern wissen oft nicht, wie sie die Familie über die Runden bringen sollen. Sie arbeiten als Tagelöhner, sammeln Müll oder betteln auf der Straße. Viele müssen auf der Suche nach Arbeit das Land verlassen. Die Kinder bleiben dann in der Obhut der Großeltern oder bei Verwandten. Ohne regelmäßiges Einkommen und ohne staatliche Unterstützung sehen manche Eltern keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder wegzugeben.

Halt und Hoffnung im Kinderzentrum

In unseren Kinderzentren können Kinder einfach Kinder sein. Hier können sie sich sicher fühlen. Hier können sie spielen und sich darauf verlassen, dass die Menschen, die dort für sie sorgen, verlässlich sind. Sie können für die Zeit ihres Aufenthalts die Sorgen in der Familie zu Hause vergessen und unbeschwert sein. PädagogInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen geben den Kindern Geborgenheit. Sie werden gefordert und gefördert. In schützender Umgebung können sie ihre Schulaufgaben machen, zusammen lernen, basteln oder musizieren. Bildung ist der beste Weg aus der Armut und ermöglicht ein chancenreiches Leben.

Doch Kinderzentren sind mehr als kostenlose Nachhilfe. Hier bekommen Kinder auch warmes Essen – oft die einzige warme Mahlzeit und ein wesentlicher Anreiz für die Eltern, ihre Kinder ins Zentrum zu schicken. Damit auch die jüngeren Geschwister davon profitieren, nehmen die Kinder oft Essen mit nach Hause. Vor allem in ländlichen Gebieten mit schlechter Infrastruktur bieten die Zentren auch Waschräume und Waschmaschinen. Denn oft kann in den Häusern oder Wohnungen nicht gewaschen werden. Für Eltern gibt es Hygienekurse, Alphabetisierungsstunden und Rechenkurse. Zudem sind Caritas Kinderzentren während und nach Kriegen und Katastrophen oft die einzigen Plätze, an denen sich Kinder sicher fühlen können.

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