Helmut Fehringer
Helmut Fehringer schafft fast schrill-farbintensive Zeichnungen auf meist kleinen Papierformaten, die in einem sehr aufwendigen und langwierigen Arbeitsprozess entstehen. Deren Ausarbeitung sowie sein Vorgehen auf dem Zeichenblatt sind für den Betrachter minutiös nachvollziehbar. Zuerst zeichnet er kleine Kästchen ein, die er anschließend mit einzelnen Linien ausfüllt. Fehringer arbeitet sich derart Linie für Linie voran. Durch die Benutzung von vorwiegend Faser- oder Buntstiften bleiben diese Linien für den Betrachter wahrnehmbar. Durch die punktuellen Überschneidungen der Linien entsteht eine Art Raster, Muster mit Hell-Dunkel-Kontrasten. Sowohl Hintergrund als auch die Motive selbst sind auf diese umfassende Art und Weise ausgearbeitet. In der Motivwahl beschränkt er sich auf Schmetterlinge und Käfer, welche in unterschiedlichen Szenerien auftauchen können – entweder schweben sie über Dächern einer Stadtlandschaft oder kreisen um Bäume herum. Seine kräftig grellen Zeichnungen stehen dabei im Kontrast zu seinen feinen, filigranen, fast minimalen Finelinerzeichnungen, auf denen meistens technische Geräte zu erkennen sind.
© Ann Muller / Sladjana Visekruna
Biographie
geboren 1964 und wuchs mit mehreren Geschwistern auf, die für ihn noch immer sehr wichtig sind. Schon als Jugendlicher ist er nach Retz gekommen. Seit 1992 arbeitet er in der Kunstgruppe Retz, wo er seine Leidenschaft für das Malen verwirklichen kann. Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 2014 Erlebnisse – in Linien und Farben, Kunstgruppe Retz, Kundenzentrum Bank Austria, 2018 Stift Geras und Atelier Christa Hameseder, 2019 Stift Göttweig, 2020/21 Stift Melk, 2023 Kunstmuseum Waldviertel Schrems.
