Helmut Maron
Marons sehr farbintensive Papierarbeiten gliedern sich in drei konsequente Werkgruppen. Zum einen sind es geometrisch angeordnete Kompositionen, deren sich wiederholende Farbfelder kaleidoskopartig das gesamte Papierblatt ausfüllen. Oftmals erinnern sie auch an Entwürfe für Teppichmuster. Die strengen geometrischen Raster werden ab und zu auch durch kurvige, runde Formen durchbrochen, welche an architektonische Elemente wie Bögen oder Kirchenfenster erinnern. Zum anderen findet sich eine ebenso farbintensive Werkserie von Baumhäusern, welche sich über das gesamte Bildformat ausdehnen. Seine bevorzugten Techniken für beide genannten Werkgruppen sind Pastell-Ölkreiden und Buntstift auf Papier. Die dritte, sehr konträre Werkgruppe zeigt eine Serie von luftigen Blumendarstellungen, für die er sich auch gerne der Leinwand bedient. Hier bleibt der Hintergrund leer und das Weiß des Papiers oder der Leinwand lassen den Blumen viel Raum und Bewegungsfreiheit.
© Ann Muller / Sladjana Visekruna
Biographie
geboren 1961 in Wien wuchs er bei seinen Eltern in Ottakring auf und lebte einige Jahre nach der Übersiedlung weiter bei ihnen in Waidhofen/Taya. 2006 zog er in eine eigene Wohnung nach Zellerndorf bei Retz. Bald kam er mit der Kunstgruppe Retz in Kontakt, mit der er seit 2010 regelmäßig malte und ein maßgebliches Mitglied wurde. Seit 2016 nahm er wiederholt an den Wachauer Malwochen teil. Unerwartet verstarb er am 17. Juni 2022. Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 2014 Erlebnisse – in Linien und Farben, Kunstgruppe Retz, Kundenzentrum Bank Austria, 2016 u. 2018 Atelier Christa Hameseder, 2018 Stift Geras, 2019 Stift Göttweig, 2020/21 Stift Melk, 2023 Kunstmuseum Waldviertel Schrems
