Maria Sturmlehner

Wie Sonja Frank ist auch Maria Sturmlehner eine Poetin innerhalb der Kunstgruppe Retz. Ihre klein- und mittelformatigen Werke auf Papier und Leinwand zeichnen sich durch meist helle, mittels Pinsel bewegt aufgetragene Acrylfarbstiche aus, die eine eigene flächige Lebendigkeit hervorrufen. Entweder trägt sie darauf verstreut pastosartige mehrfärbige Pinselpunkte über der bemalten Fläche auf oder bemalt derart die Bildfläche und übermalt diese mit einer bewegten einfärbigen Malfläche. Dabei lässt sie punktartig Stellen frei und bewirkt dadurch die Pinselpunkteffekte. Daraus resultiert im spannenden Wechsel von Vorder- und Hintergrund der Eindruck, als ob die Punkte über der Malfläche schwerelos schweben würden. Seit einigen Jahren sind vor allem Bäume ein wichtiges Thema ihrer Malerei, wobei sie bildnerisch neue Wege geht. Den Himmel oder das Gras imaginierende Farbflächen lösen sie dabei in leergelassene Papierflächen auf, die Baumstämme schweben in der Luft, die Baumblätter pinselpunktförmig über den Zweigen. Dafür verwendet sie Stabilostifte, deren Farben sie mit Wasser verflüssigt und so einen aquarellartigen Eindruck schafft. Hauchdünne und durchsichtig scheinende Naturgebilde erzählen von der Fragilität und Schönheit unserer Natur und mahnen ein behutsames Umgehen mit ihr ein.

© Carl Aigner

Biographie

geboren 1972 wuchs sie mit mehreren Geschwistern auf. 1968 zog sie ins Weinviertel und begann sich in den 1990-er Jahren für die Kunstgruppe zu interessieren. Seit 2008 ist sie regelmäßige Teilnehmerin. Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 2016 u. 2018 Atelier Christa Hameseder, 2018 Stift Geras, 2019 Stift Göttweig, 2020/21 Stift Melk, 2023 Kunstmuseum Waldviertel Schrems.

Kunstwerke von Maria Sturmlehner