Welttag der Armen am Elisabethsonntag

Einkaufsmünze © Margit Wutschitz

15.11.2026 - 33. Sonntag im Jahreskreis

Sieh Not und Handle

Münze fürs Einkaufswagerl zum Elisabethsonntag

Auch heuer kann wieder ein kleines Geschenk zum Verteilen anlässlich des diesjährigen Welttags der Armen in der PfarrCaritas bestellt werden. Unter dem Motto „Mach es wie Elisabeth: Sieh Not und Handle!“ gibt es heuer eine Münze für das Einkaufswagerl.

Wir laden Sie ein, bei uns die Münze um 0,60 € / Stück zu bestellen und sie rund um den Welttag der Armen oder direkt im Gottesdienst am 15. November auszuteilen.

Bestellen Sie die gewünschte Stückzahl bitte bis spätestens 5. November über https://eveeno.com/elisabethsonntag

Sollte Sie Hilfe bei der Bestellung benötigen kontaktieren Sie bitte das Sekretariat der PfarrCaritas und Nächstenhilfe unter 01 51 552 3678.

Armuts-Zahlen in Österreich im Überblick


Im Jahr 2025 haben sich mehr als 40.000 Menschen an die Sozialberatungsstellen der Caritas gewandt. Die häufigsten Problemlagen betrafen neben dem allgemeinen Lebensbedarf die Themen Wohnen und Energie.


1,686 Millionen Menschen in Österreich waren 2025 armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das entspricht 18,6 Prozent der Bevölkerung.


Arbeit schützt allein nicht immer vor Armut: 361.000 Menschen bzw. 9 Prozent müssen trotz Erwerbsarbeit mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle auskommen.


Menschen, die von Armut betroffen sind, leben zum Großteil in desolaten und prekären Wohnverhältnissen: Oft wohnen viele Haushaltsmitglieder auf engem Raum (Überbelag: 26%), in dunklen (16%), feuchten und/oder von Schimmel betroffenen Zimmern (38%); häufig mit unzureichender Beheizung im Winter und generell schlechter Dämmung/Isolierung und mit alten Heizsystemen.


In den letzten zehn Jahren (2015-2025) stiegen die monatlichen Wohnkosten in Österreich um rund 35 Prozent - bei Mietwohnungen im Schnitt sogar um 40 Prozent.


Haushalte mit niedrigen Einkommen sind besonders belastet. Sie leben besonders oft zur Miete und müssen einen größeren Teil des Einkommens für Wohnen ausgeben.


Alleinerziehende und alleinlebende Frauen müssen im Mittel einen fast doppelt so hohen Anteil ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden, wie die Gesamtbevölkerung. Auch Menschen mit Behinderung haben eine besonders starke Wohnkostenbelastung.


Mehr als 1 Mio. Menschen sind von Energiearmut betroffen. Das heißt, sie können ihre Wohnung nicht warmhalten, haben überdurchschnittlich hohe Energiekosten bei wenig Einkommen, bereits Zahlungsrückstände bei Wohnnebenkosten oder sind armutsgefährdet und leben in Räumen mit Schimmel, Fäulnis o.ä.


Über 21 000 Personen sind (Stand 2024) als obdach- und wohnungslos registriert – ein Anstieg um 2,8 Prozent zum Jahr davor.



Quellen:


 

„

Weil Wohnen mehr ist als ein Dach über dem Kopf. Wohnen bedeutet Sicherheit, Wärme und Schutz - Grundbedürfnisse, die jedem Menschen zustehen. Und die Basis, auf der ein lebenswertes Leben überhaupt erst möglich ist. Weil Leben mehr ist als Überleben. Dafür setzen wir uns ein. Für eine gute Zukunft – für alle.

Caritas,
Inlandskampagne 2026

Ihre Spende

Für Menschen, die von Armut betroffen oder armutsgefährdet sind, verändert sich durch eine Spende alles. 

Ihre Spende führt dazu, dass eine Alleinerzieherin und ihre Kinder genug zu essen haben und ihre Wohnung nicht verlieren. Dass Mindestpensionist*innen die Energierechnung begleichen können und der Strom nicht abgeschaltet wird. Sie führt dazu, dass Menschen in kalten Nächten nicht frieren müssen. Eine Spende hilft beim Lernen und schafft Zukunftsperspektiven für Kinder aus armutsbetroffenen Familien. Und sie ist auch eine Stimme für mehr Gerechtigkeit, um Armut auf Dauer zu eliminieren. 

Ihre Spende

  • leistet Soforthilfe für Menschen in Notlagen
  • ermöglicht Kindern eine chancenreiche Zukunft
  • fördert Gleichstellung und stärkt Frauen 
  • hilft, Not in Österreich zu lindern und Armut dauerhaft zu bekämpfen

Egal, wie groß oder klein Ihr Beitrag ist. Jeder Euro macht einen Unterschied!


Caritas-Spendenkonto 

Erste Bank: IBAN AT23 2011 1000 0123 4560, BIC GIBAATWWXXX 

Kennwort: Not im Inland 

Online-Spenden: www.caritas.at/helfen 

Papstbotschaft zum 10. Welttag der Armen

Papst Leo XIV. hat als Motto dieses Jahr wieder einen Satz aus einem Psalm gewählt: „Der Herr ist die Zuflucht des Armen.“ (Ps 14) Damit meint er kein zynisches Abschieben der Verantwortung für unsere Mitmenschen auf Gott, sondern einen Auftrag an alle, die sich Christ*innen nennen: „Sind wir Zeichen eines Gottes, der den Armen Zuflucht bietet?“ Es ist an uns, gerade mit den Schwachen und Armen so umzugehen, dass wir alle miteinander Gottes Liebe spüren. Papst Leo stellt klar: Wenn wir Kirche Christi sein wollen, müssen wir „eine Kirche [sein], die den Kleinen Raum schafft, die arm und zusammen mit den Armen unterwegs ist, und die ein Ort ist, an dem die Armen einen privilegierten Platz haben.“

Christ*innen sollten, so der Papst, „nicht nur bei Gott Zuflucht suchen, sondern in Gott auch selbst zu einer Zuflucht für andere werden“. Dabei sollten wir gar nicht so sehr unterscheiden, „zwischen denen, die helfen, und denen, die Hilfe empfangen, zwischen denen, die zu geben scheinen, und denen, die scheinbar empfangen, zwischen denen, die arm erscheinen, und denen, die meinen, Zeit, Fähigkeiten, Hilfe anbieten zu können. … wir sind alle wertvoll, alle Subjekte … Jeder ist ein Geschenk für die anderen.“

Wo sich Menschen einander helfend zuwenden, kann Befreiung geschehen: „Für alle, die wohnungslos, arbeitslos, bildungsfern, hungrig oder krank sind, eröffnet sich ein neuer Weg: das Teilen als Ausdruck des Reiches Gottes.“
Denn: „Wer Gott als Zuflucht hat, ist frei, prophetische Entscheidungen zu treffen, die bezeugen, dass alles von unten her neu gedacht werden kann – in Demut und Geschwisterlichkeit, denn nur diese heilen eine von Überheblichkeit verwundete Welt.“ 

Papst Leo vertraut darauf, dass der bereits 10. Welttag der Armen ein weiterer wichtiger Schritt dabei sein kann, „das Antlitz der Brüder und Schwestern wiederzuentdecken, die bei Gott Zuflucht suchen und sich in unseren Gemeinschaften zu Hause fühlen möchten.“ 

Den vollen Wortlaut der Botschaft finden Sie hier.

„

Denn du bist meine Hoffnung, Herr und Gott, meine Zuversicht von Jugend auf.

Die Psalmen,
vgl. Kapitel 71,5

Gottesdienstelemente zum Welttag der Armen

(Elisabethsonntag)